Theater

Stückverträge (Auswahl)

Das Sparschwein

Rolle: Léonida, Regie: Klaus RohrmoserTheater Trier Juni/Juli 2014

Ronja Räubertochter

Rolle: Lovis, Regie: Heidi Leutgöb, Saarländisches Staatstheater

Sams

Rolle: Frau Rotkohl, Regie: Gerhard Weber, Saarländisches Staatstheater

Zauberer von Oz

Rolle: Böse Hexe des Westens, Regie: Robin Telfer, Saarländisches Staatstheater

Faust 1 & Faust 2 , Regie : Kurt-Josef Schildknecht

Rolle: Marthe (Übernahme in Faust 1), Regie : Kurt-Josef Schildknecht, Saarländisches Staatstheater

Conversations

Sprechoper, Regie: Ingrid Hessedenz

Aschenputtel

Stadttheater Heidelberg

David und Lisa

Jugendtheater Heidelberg

Max

Jugendtheater Heidelberg

Die Katze

Jugendtheater Heidelberg

Das Missverständnis

Rolle: Mutter, Regie: Jürgen Geikowski, freie Theaterproduktion in Darmstadt

Eigene Theaterprojekte

Marx. Privat.

Von hinten nach vorne.

Ein radikal-vergnüglicher Streifzug durch das Leben und die Beziehungen eines Unverwüstlichen.

Szenische Präsentation von und mit Bettina Koch und Jürgen Reitz:
Vorstellungen zwischen Trier, Landau und Saarbrücken.

ZORN

Bettina Koch und Jürgen Reitz

Mit Zorn schlagen wir ein weiteres Kapitel in unserem Sieben-Todsünden-Projekt auf.
Die Ereignisse, die wir zur Darstellung dieses grausamsten und zugleich menschlichsten aller Affekte gewählt haben, entstammen der Mythologie, der Literatur und der tatsächlichen Geschichte; sie reichen von Homers Ilias bis zu den ideologisch verbrämten Zornhandlungen unserer Gegenwart.
In dicht aufeinander folgenden Szenen und Dialogen stellen wir die Frage nach dem tieferen Sinn und Wesen des Zorns und berühren dabei scheinbar beiläufig Grundfragen unserer Existenz.

Die Liebe, der Krieg und die Andern

Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre. Briefe 39/40
Eine Lesung von und mit Bettina Koch und Jürgen Reitz, Mis en scène: Petra Lamy

„Sartre und ich – das ist eine Osmose.“ Das sagt Simone de Beauvoir, Schriftstellerin, Philosophin, Feministin. „Man kann nicht vereinter sein, als wir es sind“, sagt er.
Äußerste Nähe und absolute Individualität – das sind die spannungsgeladenen Pole dieser ungewöhnlichen Paar-Beziehung. Begründet wurde sie in der Zeit der Trennung und des Krieges in hunderten von Briefseiten. Fünfzig Jahre lang währte diese „Osmose“, aufgelöst erst durch Sartres Tod 1980, und sie enthielt eine Dichte, „an der unsere ganz normale Beziehungsspießerei verzweifeln muss“(Walter van Rossum).
Bettina Koch und Jürgen Reitz haben eine Briefauswahl zusammengestellt, die versuchen will, ein Licht auf den Lebensbund dieses Paares zu werfen.
Simone de Beauvoir wäre im Januar 2008 hundert Jahre geworden.

Foyer

Uraufführung
Schauspiel von Jürgen Reitz
Es spielen: Bettina Koch, Barbara Scheck, Jürgen Reitz

Im Foyer des Theaters bricht eine Besucherin, die zu spät kommt, bewusstlos zusammen. Die beiden Angestellten, die sich um die Frau kümmern, verwickeln sie, als sie wieder zu sich kommt,  in ein Verwirrspiel. Sie schlüpfen in Bühnenfiguren und rezitieren Shakespeare: Hamlet, Othello, Romeo und Julia, Ein Sommernachtstraum, Wie es euch gefällt.
Offensichtlich handelt es sich dabei um eine Spielerei, mit der sie ihre Wartezeiten zu überbrücken pflegen. Die Besucherin erscheint als willkommene Abwechslung. Doch, einmal in Gang gesetzt, bekommt diese ansonsten harmlose Spielerei eine Dynamik, führt zu unvorhersehbaren Komplikationen, und wird schließlich zu einer tödlichen Bedrohung der geordneten Welt jedes der Akteure.
Das „Zuspätkommen“ zieht sich wie ein roter Faden vom Beginn bis zum Ende des Stückes. Jeder der agierenden Personen wird im Laufe der Handlung eine Erkenntnis zuteil – und in jedem Falle kommt sie zu spät. Vielleicht der größte Nachteil der menschlichen Erkenntnisfähigkeit überhaupt: sie bezieht sich immer nur auf Vergangenes.

SZ Kritik:
Ein Spiel mit Sogwirkung. Eine intelligente Reflexion über das Theater und bis zum Ende spannend wie ein Krimi.

So viel Marie war nie

Premiere im Echotheater
Solo für Bettina Koch (von Cathrin Elss-Seringhaus)

Unmittelbar nach Verlassen des Saarbrücker Echo-Theaters springt uns im Hinterhof eine Katze vor die Füße – und damit sofort wieder eine der Szenen des Premiereabends vors innere Auge: Bettina Koch auf den Boden ihres Theaters gegossen, als Katze Kiss. Magie in zwei Fingern, die über den Körper marschieren. Deshalb nun dieser Moment reizvoll-rätselhafter Überblendung. Die Katze ist eine Katze ist eine Katze. Ist real existierendes und Fabeltier in einem. So mischt sich auch im „Pechmarie“-Stück der Gruppe Sirene die anrührend realistische Darstellungsart von Bettina Koch mit dem ins Mythische ausgreifenden Inhalt…
… Bettina Koch und Jürgen Reitz sind für ihre Pechmarie, die sie in Improvisationen erarbeitet haben auf die Suche gegangen nach Urbildern des kollektiven Unbewußten, die seit Jahrtausenden Mythen und Märchen bevölkern…
…Unzweifelhaft profitiert das Stück von der glänzenden schauspielerischen Leistung der Protagonistin. Bettina Kochs Pechmarie ist die Pechmarie, ist jede Frau, die sich verweigert. Negativheldin, Rebellin. Sie lehnt den „Erwachsenenkram“ ab, das Frau-Werden und damit ihre Selbstfindung. Sie ist das Kind mit eckigen, ungebärdigen Bewegungen, der burschikose Teenager, die raunende Sybille, fernab jeder Weltzeit, ganz Weib, das sich herzeigt und verströmt …Was für ein Früchtchen…
Feuilleton Saarbrücker Zeitung